The Base rocken den Scherbenkeller – Alle Jahre wieder Konzerte / Review

Das jährliche The Base Konzert im Review, diesmal mit ganz besonderer Gastmusikerin aus Wien.

 

Was macht man an einem 5. Jänner im vernebelten Graz? Sich um 20 Uhr in den Scherbenkeller drängen, um noch letzte Eintrittsplätze für ein Konzert der legendären Band The Base zu ergattern. Zum sechsten Mal veranstalten The Base am gleichen Tag des Jahres, zur gleichen Zeit, am gleichen Ort ein Konzert und es hat sich wohl rumgesprochen, denn die Bude ist voll. Wo das Grazer Lokal Die Scherbe doch sonst recht strickt mit gesetzlichen Vorgaben umgeht, ist dieser Abend wohl eine kleine Ausnahme. Die Menschen strömen im Sekundentakt bei der Tür herein und bereits um 19:45 ist der Keller fast voll.

Verraucht, stickig, laut, doch die Stimmung im Raum ist geladen. Von alt bis jung, Megafans der ersten Stunde bis hin zu Neugierigen von nebenan, alles dabei. „Man kann net umkippen“ und „Man fliegt net weit“ sind die ersten Worte des Frontmanns Norbert Wally an Gitarre und Gesang, nachdem er den voll gesteckten Scherbenkeller und die bereits schwitzende doch begeisterte Menschenmenge begrüßt.

Norbert Wally an Gitarre und Hauptgesang, Albert Klinger am Bass und Karlheinz Miklin am Schlagzeug. Vom bluesigen Tiefgang hin zu tanzbaren Rock’n’Roll Beats entpuppt sich der Sound von The Base als vielseitiger Indie-Rock. Und wie erwartet, die Menge liebt es. Die Band ist mittlerweile Teil des Kulturguts der Österreichischen Musikszene und der beste Geheimtipp für Indie-Rock liebende Menschen. Bereits nach ein paar Songs singen die ersten Reihen lauthals mit und immer wieder stimmen auch Leute in den hinteren Reihen mit ein.

Besonders begeistert begrüßt das Publikum Musikerin Clara Luzia, nachdem Norbert Wally sie als Gast des Abends auf die Bühne bittet. Die Band ist bekannt für Gastauftritte begnadeter Musiker/Musikerinnen, die bereits auf einen oder mehreren ihrer Alben zu hören sind. Die Überraschung ist umso gelungener, da die Wiener Singer/Songwriterin nur selten in solch einem intimen Setting auf der Bühne steht. Nicht nur für eine, sondern gleich vier Nummern entzückte Clara die Zuhörer/Zuhörerinnen mit ihrer ausdrucksstarken und zugleich sanften Stimme. Die Nummer „Waterproof Eyes“, die bereits 2011 auf dem Album „Tested Under Extreme Conditions“ mit Clara Luzia veröffentlicht wurde, feierte an diesem Abend sogar ihre Live-Prämiere.

Trotz Hitze und eingeschränkter Sicht auf die Bühne verfliegt der Abend im Nu. Es wird getanzt, gelacht, geredet und ich befürchte, wir werden uns nächstes Jahr am 5. Jänner alle wieder im Scherbenkeller antreffen. Nur diesmal werde ich bereits um 19 Uhr Plätze sichern und hoffen, dass nicht alle weiteren 150 Gäste die selbe Idee haben.

The Base live:
22. Jänner, St. Johann im Pongau
23. Jänner, Werkstatt Murberg, Enzelsdorf

Beitragsbild von Rudolf Pitzler


Klara

Tanzen. Schreien. Ruhen. Lachen. Genießen. Umarmen. Entdecken. Weinen. Verzweifeln. Beobachten. Reflektieren. Akzeptieren. Wahrnehmen. Lieben lernen. Leben nennen. Wieder erkennen. Von mir trennen. Farbe sehen. Seide spüren. Gemeinsam gehen. An den Händen führen. Sowas kommt raus, wenn ich nicht weiß was ich über mich schreiben soll, jedoch in Gedanken versinke und die Finger am Tastaturbrett laufen lasse. Hmm, für alle die damit gar nix anfangen können (manchmal mich selbst inkludiert) noch ein paar Hardfacts. Derzeitiges Lieblings-T-Shirt: blaues kurzärmliges Angry Birds T-Shirt Charakterzug: chaotischer Kopf, auf der ständigen Suche nach Ordnung Was ich machen würde, wenn ich viel Kohle hätt' und nicht so ein Ökofritzi wär: Wann immer ich will stundenlang mit einem fetten Geländewagen und lauter Musik durch Wald, Wiesen und Gatsch fahren. Was würd' ich tun, wenn du vor mir stehen würdest: Dich knuddeln.

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