Assaia – Hickory CDs / Review

Mehr Funk, mehr Pop, mehr Groove!

 

In ein paar Tagen, genauer gesagt am 05.01., ist es endlich soweit: Die neue EP von Assaia wird veröffentlicht. Die vier leidenschaftlichen Musiker der Grazer Band nehmen uns durch die mit Sorgfalt auserwählten Titel auf „Hickory“ ein Stück weit auf ihrem funkigen Singer-Songwriter-Lebensweg mit.

 

Vor nicht allzu langer Zeit säte Vollblutmusiker und Bandgründer Sandro Jaklitsch, der damals noch alleine Musik machte, einen metaphorischen Samen aus Gitarrenklängen und seiner charismatischen Stimme. Schon bald darauf wuchs daraus ein kleiner Sprössling, der sich seinen Weg nach oben auf die Bühnen dieses Landes bahnen wollte. Kaum, als er die Erdoberfläche durchbrochen hatte, stieß er zum ersten Mal auf die Sonne, die ihm in Form eines Saxophons in Erscheinung trat. Gemeinsam mit zwei weiteren lebenswichtigen Komponenten, dem Wind, getarnt als Bass, und dem Regen in Gestalt eines Schlagzeugs, fühlte sich der heranwachsende Baum zu Höherem berufen: Die Band Assaia war geboren und wuchs rasant empor. Nachdem wir schon im Vorjahr während der ersten Erntezeit von den süßen Früchten der ersten EP „Oak“ naschen durften, trägt der Baum, welchen sich Assaia im Bandlogo zum Symbol gemacht haben, nun zum zweiten Mal erlesene Schmankerl. Mit „Hickory“ beweisen uns die vier jungen Musiker nicht nur, dass sie musikalisch stets weiterwachsen, sondern auch, dass sie stilistisch Wurzeln geschlagen und so ihren ganz eigenen Stil kreiert haben.

Hier die Trackliste:

  1. „Nothing Feels Like You“
  2. „Gone“ feat. Klara Miller
  3. „I’m Not Your Fool (Yeah)“
  4. „Waiting For A Peace Sign“

Der Sound auf „Hickory“ hat, wie gewohnt, sehr hohen Wiedererkennungswert und versetzt einen beim Zuhören sofort in groovige Stimmung. Felix Martl (Saxophon), Sebastian Wurm (Schlagzeug), Alexander Petermandl (Bass) und Sandro Jaklitsch (Gesang, Gitarre) nahmen die Lieder live im Studio auf, um so authentisch wie auch bei all ihren Bühnenperformances rüberzukommen. Insgesamt ist der Band ein wunderbares Werk geglückt, das so locker und trotzdem so tiefgründig erscheint, dass man sich in den verschiedensten Gefühlslagen in die Musik hineinversetzen kann. Die Leidenschaft sprüht einem ab dem ersten Ton entgegen und man kann gar nicht anders, als die Nummern immer und immer wieder von vorne abzuspielen. Die Texte aller Songs von Assaia entstehen grundsätzlich in alltäglichen Situationen und bringen die Gedanken der Bandmitglieder zum Ausdruck.

Eine ganz besonders nette Geschichte steht beispielsweise auch hinter „Gone“. Das Lied entstand bereits 2013 und zwar auf einer winzigen irischen Insel namens Inisheer. Auf dieser idyllischen Insel, wo es neben einer überschaubaren Menge an EinwohnerInnen gerade mal ein einziges Geschäft, ein paar Pubs und kaum Autos gibt, existiert auch ein ganz spezielles Haus, welches monatlich an verschiedene KünstlerInnen vermietet wird. Genau dort besuchten Sandro von Assaia und Klara und Ben von der ebenfalls aus Graz stammenden Band Klay den Künstler Manfred Url. Hier fanden sie, umgeben vom rauen irischen Klima, dem tosenden Meer und wilden Pferden Zeit zum Abschalten und fühlten sich von der Ruhe und Leichtigkeit des Insellebens beflügelt, ihren musikalischen Ideen und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Unter anderem entstand dabei auch der Song „Gone“, welcher später im Studio den Feinschliff erhalten sollte. In dem Lied geht es darum, dass man an solchen zeitlosen Orten erst merkt, wie müde und ausgelaugt man eigentlich ist. Doch genau dann kommt oft wieder die schöne Seite des Lebens zum Vorschein, die einem wieder neue Energie schenkt…

Schon bald habt ihr übrigens die Möglichkeit, Assaia live zu sehen: Am 08.01. findet die Release Show zur neuen EP im p.p.c. Graz statt! Ich hoffe, wir sehen uns dort!

Beitragsbild: Facebookseite der Band


Ilka

Wäre mein Leben ein typischer und damit völlig realitätsferner, überspitzter und von wahnwitzigen Wunschvorstellungen geprägter Film, dann würde folgendes Szenario die Eröffnungsszene darstellen: Ilka sitzt mit einer Tasse Minztee und Brownies auf ihrer Terrasse an der irischen Westküste, umgeben vom weiten wilden Meer und weniger wilden Schafen. Plötzlich biegt ihre kleine getigerte Katze um die Ecke, schnurrt wie verrückt und erzählt von ihren Abenteuern mit den Eichhörnchen im Wald. Zur irischen Meeresbrise und dem idyllischen Rauschen der Wellen mischen sich die zerberstenden Klänge einer beliebigen Alternative Metal Band, damit das alles nicht ganz so kitschig ist … to be continued … Zusammenfassend lässt sich also festhalten: Ja, ich bin eine ruheliebende Person und ja, ich mag harte Musik. Ich bin quasi der Beweis dafür, dass Ruhe und Lautstärke einander nicht ausschließen müssen, sondern wunderbar miteinander vereinbar sind. Kontrovers? Vielleicht. Achja, und falls irgendwer irgendwen kennt, der bereit ist, obige Filmidee umzusetzen – bitte melden, ich buch schon mal den Flug! ;)

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