Savanah Feature / KünstlerInnen

Und wieder erhebt sich eine Band aus dem fruchtbaren Nährboden der Stadt Graz, um ihren Platz in der österreichischen Musiklandschaft einzunehmen. Savanah gibt’s zwar erst seit 2014, doch schon in dieser kurzen Zeit haben die drei Bandmitglieder gehörig auf sich aufmerksam gemacht.

 

Die Gruppe macht Stoner Rock, welcher ausgeprägte Züge von Psychedelic Rock und Doom Metal in sich trägt. Mit ihrer ersten EP, welche den Namen “Deep Shades” trägt und im Juli 2015 erschien, positionieren sich Savanah lautstark in der österreichischen Rockszene. Die Veröffentlichung enthält fünf Stücke. Nicht viel, möchte man meinen, jedoch nehmen sich die Bandmitglieder von Savanah viel Zeit, um ihre Tracks aufzubauen und zur Gänze auszukosten. Auch sind die Stücke sehr vielschichtig und vereinen oft mehrere Motive. Der Gesang setzt nicht selten erst nach einigen Minuten ein. Die Musik verändert laufend ihre Form und Intensität, ohne an Spannung zu verlieren. Somit bietet “Deep Shades” einen tiefen Einblick in die sorgfältig konstruierte Musik von Savanah.

 

 

Dabei braucht die Gruppe keinen Schnickschnack für ihre Rockklänge: Da wäre die Gitarre, die kraftvoll und dann wieder gefühlvoll zart ihre Melodien preisgibt. Die zahlreichen Soli sorgen für dieses typische Psychedelic-Feeling der 70er Jahre. Der Bass ist breit und dröhnt fett dahin. Das Schlagzeug sorgt für gewichtige Beats ohne überflüssige Schnörkel, die die Songs nur unnötig überladen würden. Der Gesang ist emotionsgeladen und fügt sich wunderbar in den Sound von Savanah ein, bevor er in der Ferne verhallt. Generell bekommt man von der Band Musik geliefert, die weit aufmacht und Raum schafft. Eingängige Riffs regen zum wiederholten Hören an. Einige Tracks beinhalten lange Passagen, bei denen es scheint, als würden die Musiker selbst in ihren Klängen abdriften und sich von den psychedelischen Tönen treiben lassen. Die Atmosphäre dieser ohne Gesang auskommenden Abschnitte ist äußerst stimmig und man läuft selbst Gefahr, sich in der Klangwolke zu verlieren. Hier fällt auch auf, dass Savanah den Sound der einzelnen Instrumente und generell die Produktion genau richtig hinbekommen haben.

 


Die drei Musiker von Savanah machen also sehr vieles richtig und haben mit “Deep Shades” ein eindrucksvolles und ambitioniertes Debut hingelegt. Vor allem wenn man bedenkt, dass es die Gruppe noch nicht lange gibt, darf man gespannt sein, was man als nächstes von den Grazern zu hören bekommen wird.

 

Beitragsbild: Facebookseite von Savanah

Bernd

Hallo, ich bin Bernd. Ich bin Rhythmus und Harmonie. Ich bin der Typ, der das ganze Album von vorne nach hinten abspielt, nur um diese eine Nummer zu hören. Der Typ, der sich spät nachts mit seinen Kopfhörern hinsetzt, alles um sich herum vergisst und sich von besagter Nummer völlig vereinnahmen lässt (und dann in einem Zustand der Euphorie über den Sinn des Lebens philosophiert). Auch bin ich der Typ, der alle Hebel in Bewegung setzt, nur um den Namen des Tracks zu finden, der bei genau 6 Minuten und 14 Sekunden im eben gesehenen Youtube-Video zu hören war. Meine Begeisterung für die Musik beschränkt sich aber nicht nur auf das Konsumieren, finde ich mich doch einige Male auch selbst auf der Bühne wieder - bevorzugt als Drummer. Was noch? Ich ess’ gern Cornflakes.

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