http://www.nuke.at/ Konzerte

Groß! Heiß! #Nuke15!

 

Überfüllte Öffis voller vorfreudiger Gesichter. Hastig in der Gegend herumirrende Kamerateams und der unverkennbare Geruch von Sonnencreme und Bier in der Luft. Das sind klassische Indizien dafür, dass in unmittelbarer Umgebung ein Festival ist! Samstag, 29.08.2015, 12 Uhr: Ein strahlender Spätsommertag und schon hunderte wartende Menschen (am Ende waren es über 20000 Besucher) vor den Schleusen, durstig nach fetten Beats. Die perfekte Grundlage für ein gelungenes Festival!

 

Kayef – der deutsche Justin Bieber

48 Projektoren, zwei Leinwände, ein DJ, zwei Jungs auf der Bühne, Teenis vor der Bühne – fertig! (Faraz)

 

Olympique

Wir sind Olympique und this is the reason we came“, rief Sänger Fabian Woschnagg der Indie-Rock-Band Olympique von der Bühne und kündigte eines ihrer ausdrucksstärksten Lieder an. Wie von Magneten angezogen kamen die Menschen in Richtung Bühne marschiert und ließen sich von den feinen Tunes und einer kräftigen, gefühlvollen Stimme verzaubern. Mit dem äußerst sympathischen Konzert von Olympique hat sich das Ticket für’s NUKE Festival 2015 bereits mehr als ausgezahlt. (Klara)

 

Prinz Pi – Der Berliner Hipster Rapper mit den tausend Gesichtern.

Sein Themenfundus ist vielfältig wie seine Plattensammlung, die er sehr stolz in seinen Interviews erwähnt hat. Sie handeln von purer Sozialkritik an den Säulen der Gesellschaft bis hin zum „Tod seiner Münchnerin“ (Zitat: PrinzPi-Glück). Das Pianointro zu „Fähnchen im Wind“ erklang, die Menge tobte und ich bekam schon meine erste (von vielen weiteren Schüben) Gänsehaut. In jeder Zeile steckte Wahrheit, jede Zeile erzählte eine Geschichte, die der Künstler der Crowd des Nuke Festivals mitgeben wollte. Besonders war, dass er den Song „Elfenbeinturm“ performte. Das ist eine Rarität in seiner Setlist, die er wie er in einem Interview zugegeben hat, nur dann spielt, wenn er sich „richtig wohlführt“. Sein Satz: „Das Nuke hat ganz ehrlich das Potential, eines der coolsten Festivals zu werden, auf denen ich jemals gespielt habe“. Er ist keiner von den Künstlern, die das oft sagen – das weiß ich, da ich viele Videos und ganze Konzertmitschnitte von ihm kenne und ihn auch schon selbst erleben durfte; sowas sagt er nicht einfach nur so. Das  Nuke machte ihm und uns richtig Spaß! (Faraz)

 

Cro

Wie soll man nur über Cro schreiben, ohne ins Schwärmen zu kommen? Dieser junge Mann aus Deutschland kam auf die Bühne und die Crowd rastete einfach aus! „Hi Kids ich bin Carlo, werft den Arm hoch und gebt mir ein – Hallo“ schallte durch die Lautsprecher und 20.000 Leute riefen „HALLO“ – das war schon cool, muss ich sagen! Der gelernte Cartoonzeichner, dessen Markenzeichen die Pandamaske ist, beschallte das Publikum mit Hits wie „Allein“, „Bad Chick“, „Keinen Benz“ oder als letzte Nummer „Easy“, welche eigentlich, um ganz ehrlich zu sein, nur das Publikum gesungen hat und der junge Baden-Wüttenberger sich dabei feiern lies. Dieses Konzert war schon ein ganz besonderer Leckerbissen im Delikatessenlineup des Nuke! Sehr, sehr gut! (Faraz)

 

Parov Stelar Band

Vor dem Auftritt der Parov Stelar Band kamen alle Künstlerinnen und Künstler für eine gemeinsame Schweigeminute für die Opfer der Flüchtlingstragödie auf der A4 auf die Bühne. Die rund 24.000 BesucherInnen verstummten, Stille und Gänsehaut breiteten sich am gesamten Gelände aus. Die Bildschirme neben der Bühne zeigten die Abschlussrede aus Charlie Chaplins Meisterwerk „Der große Diktator“. Darüber die Botschaft „Refugees Welcome“. „Wie kann man jetzt auf ein Festival gehen und feiern?“, fragte Nikitaman, „Man kann nicht so weitermachen!“

Danach startet die Parov Stelar Band bedächtig. Keine leichte Aufgabe, das Publikum nach der Schweigeminute wieder auf Touren zu bringen. Doch die Band meisterte diese Aufgabe und brachte die Menge mit ihrer unverkennbaren Mischung aus House und Elektroswing binnen Minuten bis in die letzten Reihen wieder zum Tanzen. (Kathi)

 

Seeed – Dancehall Caballeros auf Steifzug

Das war ja ein DICKES DING!

Die Jungs aus Berlin haben es mal wieder richtig krachen lassen. Ein Partyhit nach dem anderen. Ältere oft gespielte Songs wurden in ein neues Setup gesteckt und dadurch zu einem komplett „neuen“ Track.  Wenn ich mich jetzt nicht ganz falsch liege, gab es ein ganz verrücktes Punjabi MC-Mundia Tu Bach Ke  — Dickes B Mashup und weitere solcher unerwarteten Großartigkeiten. Dass Peter Fox sich nicht nehmen lässt, ein paar seiner Solo Stücke zu spielen, kam ja nicht ganz unerwartet. Und „Schüttel deinen Speck“ als letzte Zugabennummer rauszuhauen ist mutig, aber es war unglaublich lustig! Die Band hat von Nummer zu Nummer jedes Mal aufs Neue ein Feuerwerk abgefackelt! Hammer! Danke dafür! (Faraz)

 

Wanda, Mono & Nikitaman und Bilderbuch

Bei diesen drei Bands haben uns wir uns erlaubt, aufgrund der Hitze eine Pause im Schatten einzulegen. Doch die Reaktionen in den sozialen Netzwerken, sowie durch Gespräche mit Besuchern zeigten uns ganz klar, dass sie eine sehr gute Performance abgeliefert und die Menschenmengen mitgerissen haben. (Faraz)

 

Fazit:

Sehr gutes Festival! Danke dafür! Man merkte wirklich, dass zwar der Musikdurst der Grazer und Grazerinnen, sowie der vielen auswärtigen FestivalbesucherInnen gestillt wurde. Gleichzeitig machte es jedoch Hunger auf mehr. Das ist eine wirkliche Aufwertung der Stadt. Wir, die Redaktion von www.beatcity.at, würden uns wünschen, dass das Nuke eine Fixstern im Festivalkalender wird und Graz treu bleibt.

Es gab natürlich auch ein paar Probleme die von den Fans angesprochen worden sind, Stichwort „Wasserversorgung“ oder „Warteschlangen in der prallen Sonne“. Die Nuke Organisation hat dann auf der Nuke FBPage
dieses Statement geschrieben:

Bildschirmfoto 2015-08-30 um 22.03.41

Ganz ganz großes Kino! So ein Statement ist wichtig und sendet auch die richtigen Signale an das zahlende Publikum.

Auf ein großartiges Nuke 2016!


Katharina

Kathi - 160cm organisiertes Chaos, die nie ohne genügend Blut im Koffeinkreislauf und Kopfhörer aus dem Haus geht. wenn andere längst den Überblick verloren haben, weiß ich die nächsten Schritte für die Umsetzung unseres Plans. Außer man gibt mir eine Straßenkarte in die Hände - dann bin ich hoffnungslos verloren. Mein Kalender-Notizbuch und Musik begleiten mich fast überall hin. Wenn ich einmal Freizeit habe - zwischen Arbeit, politischem Engagement und Germanistik-Studium bleibt davon recht wenig - und keine Musik höre, dann mit Sicherheit nur, weil ich meine Kamera, ein gutes Buch vor der Nase oder die Laufschuhe an habe. Wobei bei den Laufschuhen meistens auch Kopfhörer und gute Musik dabei sind. ein Teil meiner Vorfahren kommt aus Ungarn - trotzdem beschränkt sich mein ungarischer Wortschatz auf “Egészségedre”.

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